Stadt und KOM|DIA wollen Potenziale von IoT-Sensoren erproben

Die Stadtverwaltung Braunschweig will gemeinsam mit der von BS|ENERGY gegründeten Digitalisierungsagentur KOM|DIA ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt auf Basis der Funktechnologie LoRaWAN starten. Einen entsprechenden Beschlussvorschlag hat Wirtschaftsdezernent Gerold Leppa jetzt dem Wirtschaftsausschuss vorgelegt.

BS|ENERGY verfügt bereits über ein flächendeckendes Netz von LoRaWAN-Antennen im Stadtgebiet, das bedarfsbasiert weiter verdichtet wird. Es ermöglicht IoT-Anwendungen (Englisch für „Internet der Dinge“), bei denen Objekte mit Sensoren ausgestattet und über das Funknetz mit anderen Geräten und Systemen verknüpft werden. So kann LoRaWAN zum Beispiel bei der fortlaufenden Beobachtung der Luftqualität oder der Erfassung freier Parkplätze helfen.

 

„Die so erfassten Daten könnten den Datenpool der Stadtverwaltung bereichern und so neue Anwendungsfälle für Wirtschaft, Forschung und Stadtgesellschaft ermöglichen“, so Leppa. Die LoRaWAN-Technologie verbrauche wenig Energie, besitze aber eine hohe Reichweite und benötige daher nur wenige Sendestationen. Aufgrund des eigenen LoRaWAN-Netzes von BS|ENERGY und der Erfahrung von KOM|DIA bei der Entwicklung digitaler Anwendungs- und Geschäftsmodelle biete die angestrebte Kooperation die Möglichkeit, eigene Anwendungsfälle für die Stadt zu entwickeln, so Leppa weiter. Durch das Testen und Erproben verschiedener Sensoren sollen in einem ersten Schritt einfache Lösungen erprobt und daraus mögliche Mehrwerte für Stadtverwaltung und Stadtgesellschaft abgeleitet werden. Die eigenen Kosten wollen beide Kooperationspartner jeweils selbst tragen.

 

Dr. Volker Lang, Geschäftsführer von KOM|DIA und Vorstand von BS|ENERGY, erklärt: „In den letzten Monaten hat BS|ENERGY ein flächendeckendes LoRaWAN-Netz in Braunschweig aufgebaut. Im Kooperationsprojekt möchten wir gemeinsam mit der Stadtverwaltung Wege erschließen, um die technischen Möglichkeiten gewinnbringend für die Bürgerinnen und Bürger zu nutzen.“